Wenn wenige Pakete zum europäischen Verwaltungsfall werden
Die PPWR gilt seit dem 12. August 2026. Für Solo-Selbstständige und Freiberufler:innen können Registrierung, Meldung und nationale Verfahren bei einer einzigen Person landen. Im Entstehungsprozess wurde diese Ein-Personen-Perspektive nicht gesondert ausgewertet.
1 Person.
27 Verfahren?
Kampagnenposition zur EU-Verpackungsverordnung.
Handwerk beginnt bei einer Person – Wirtschaftspolitik muss es auch
Bei kleinen Handwerksunternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten sank der Umsatz 2024 um 15,1 Prozent. Gleichzeitig wissen wir erstaunlich wenig darüber, wie viele Handwerksbetriebe tatsächlich von nur einer Person geführt werden. Wirtschaftspolitik muss den Solo-Betrieb endlich als eigene Unternehmensrealität betrachten.
–15,1 %
Umsatz bei Handwerksunternehmen mit weniger als fünf Beschäftigten 2024 gegenüber dem Vorjahr.
+3,4 %
Große Handwerksunternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten legten gleichzeitig um 3,4 Prozent zu.
Wichtig: „Weniger als fünf Beschäftigte“ ist nicht gleichbedeutend mit Solo-Selbstständigen – diese Gruppe umfasst auch Betriebe mit ein bis vier Mitarbeitenden. Quelle: Statistisches Bundesamt, Handwerkszählung 2024.
Aktuelle Position zur GKV-Reform
Die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung belastet Versicherte, Patient:innen und Haushalte mit Familienversicherung – ohne das Kernproblem niedrig verdienender Solo-Selbstständiger zu lösen. Die Kampagne „Ich bin die Wirtschaft!" erklärt die Folgen für Selbstständige, Freie Berufe und Familien mit schwankenden Einkommen.
Innovation beginnt nicht erst mit der ersten Finanzierungsrunde
Wagniskapital für wachsende Start-ups bleibt notwendig. Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen brauchen zusätzlich einen Förderzugang, bei dem bereits kleinere Beträge einen konkreten Entwicklungsschritt ermöglichen.
Handwerk beginnt bei einer Person – Wirtschaftspolitik muss es auch
Große Handwerksbetriebe steigern 2024 ihren Umsatz um 3,4 %, während Betriebe mit weniger als fünf Beschäftigten 15,1 % verlieren. Der Beitrag zeigt, wie Solo-Handwerker:innen in der Krise durchs Raster fallen.
Worum es geht
Eine politische Kampagne
gegen das Übersehenwerden.
Wer Wirtschaft nur als Industrie, Konzern und Kammerstruktur denkt, übersieht Millionen Menschen, die jeden Tag auf eigene Rechnung Verantwortung tragen. Sie beraten, gestalten, programmieren, pflegen Kundenbeziehungen, organisieren Kultur, entwickeln Ideen, schaffen Aufträge, zahlen Steuern, tragen Risiko — und stehen trotzdem viel zu oft außerhalb des politischen Blickfelds.
In Sonntagsreden heißen sie „Rückgrat der Wirtschaft".
In der konkreten Wirtschaftspolitik kommen sie kaum vor.
Ihre Probleme verschwinden zwischen Industriepolitik, Konzernlogik, Förderbürokratie und Kammerstrukturen. Ihre Realität passt in kein einfaches Raster: zu klein für die große Lobby, zu selbstständig für klassische Arbeitnehmerpolitik, zu vielfältig für Standardprogramme.
Diese Kampagne sammelt, was sonst vereinzelt bleibt: Erfahrungen aus der Praxis. Anonym, konkret, ehrlich und ohne weichgespülte Erfolgsgeschichten. Es geht um Auftragslagen, Bürokratie, Altersvorsorge, Krankenversicherung, Förderzugänge, Sichtbarkeit, Scheinselbstständigkeitsangst, Zahlungsmoral, fehlende politische Ansprechpartner.
Daraus entsteht politisches Material: für Gespräche mit Abgeordneten, für klare Forderungen, für öffentliche Positionen und für eine Wirtschaftspolitik, die nicht erst bei Konzernen beginnt.
Wer auf eigene Rechnung arbeitet, darf politisch nicht länger behandelt werden, als sei er nur ein Sonderfall.
Beteiligung
So kannst du mitmachen
Mitreden
Was bremst
dich aus?
Zu lange Zahlungsziele, Bürokratie, hohe Beiträge, Scheinselbstständigkeitsrisiken oder schwierige öffentliche Vergaben: Teile deine Erfahrung anonymisiert und hilf mit, daraus ein politisches Lagebild zu machen.
Für Politik & Verwaltung
Aus Erfahrungen werden
politische Handlungsanlässe.
„Ich bin die Wirtschaft!" sammelt Erfahrungen von Solo-Selbstständigen, bündelt sie anonymisiert im Solo-Lagebild und bereitet daraus politische Themen, Positionen und Gesprächsimpulse auf. Abgeordnete, kommunale Entscheidungsträger:innen und Verwaltungen finden hier kompakte Briefings, regionale Bezüge und konkrete Anschlussmöglichkeiten.
Politische Stimme
Die Kampagne sammelt nicht nur Rückmeldungen, sondern übersetzt sie in politische Statements, Positionen und Gesprächsimpulse – für Politik, Verwaltung und Medien.
Stimmen aus der Praxis
Nur freigegebene, echte Profile werden hier angezeigt. Die Kampagne sammelt derzeit erste Beiträge aus der Praxis.

